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Ostafrika: Dürre und Hunger

«Unser Brunnen funktionierte mitten in der Trockenzeit nicht mehr.»

Bild: AVC

Im Osten Afrikas sind Millionen von Familien auf der Flucht vor der Dürre und vor Unruhen. Menschen, die Heimat, Hab und Gut zurücklassen müssen, sind unglaublich verletzlich. Sie haben keine Reserven mehr. Nichts, das sie noch verkaufen könnten. Keine Arbeit, um die nächste Mahlzeit für ihre hungernden Kinder zu verdienen. Werden sie von der Weltbevölkerung allein gelassen?

Bild: Food for the Hungry

Bereits 2020 zeichnete sich die Dürreperiode im Osten Afrikas ab. Doch neben den grossen, die Medien beherrschenden Themen, fand die sich anbahnende Katastrophe zu wenig Gehör. Der Klimawandel, die Corona-Pandemie und nun die Krise in der Ukraine verschärfen den Hunger gleich mehrfach.

Kinder, die unter diesen Mangelbedingungen aufwachsen, leiden ihr Leben lang körperlich und geistig an den Folgen. Bereits jetzt sterben die schwächsten von ihnen an Unterernährung und Infektionskrankheiten. Wir müssen jetzt handeln, um eine noch grössere Katastrophe zu verhindern.

 

Tune, eine Mutter aus Kenia berichtet: «Unser Brunnen funktionierte mitten in der Trockenzeit nicht mehr. Ich musste täglich zu einem 20 km entfernten Brunnen laufen, um Wasser zu holen. Meine Kinder waren den ganzen Tag – über 10 Stunden lang – alleine und hungrig.» Im Moment kann sich Tune wieder um ihre Kinder kümmern, weil ihr Brunnen repariert wurde. Doch wie lange wird es überhaupt noch Wasser geben?

 

 

Etwa 30 Millionen Menschen leiden in Ostafrika an Hunger. Handeln wir jetzt!

 

Update Dezember 2022

 

Schon seit zwei Jahren fällt in Ostafrika kaum Regen. Vier Regenzeiten sind ausgefallen. Es ist wahrscheinlich, dass auch viele künftige Regenzeiten ausfallen werden. Am stärksten betroffen sind Äthiopien, Kenia und Somalia. Ernten bleiben aus, Nutztiere sterben, Kinder sind akut unterernährt. Afrika trägt kaum zum Klimawandel bei, doch leidet am stärksten darunter. Und dennoch: Wegen der global angespannten Krisenlage stossen die Hilferufe aus Ostafrika auf taube Ohren. Mehr Infos, und was wir dagegen tun können, in diesem NZZ-Bericht: Hungersnot in Ostafrika (nzz.ch)

 

 

 

Update Oktober 2022

Kure aus Äthiopien berichtet: «Ich bin 30 Jahre alt und habe sieben Kinder. Früher musste ich den ganzen Weg zum Gipfel des Berges zurücklegen, um verunreinigtes Wasser zu holen. Das Wasser reichte nicht einmal aus, um unseren täglichen Bedarf zu decken. Sogar, als ich im dritten Monat schwanger war, lief ich drei Stunden am Tag und trug schwere Wasserbehälter. Ich hatte keinen Esel, um das Wasser für mich zu tragen. Jeden Tag, als ich nach Hause kam, war ich erschöpft und hatte keine Energie mehr für meine anderen Aufgaben. Ich musste mich mehrere Stunden ausruhen, obwohl meine Kinder Hunger hatten. Mein Mann muss jeden Tag früh losziehen, um Gras für das Vieh zu suchen. Unsere Wäsche konnten wir nur waschen, wenn es regnete. Aber jetzt, seit es die neue Wasserstelle in unserem Dorf gibt, haben wir ständigen Zugang zu sauberem, sicherem Trinkwasser! Dadurch hat sich unser Leid stark verringert. Am ersten Tag, an dem wir den Brunnen nutzen konnten, hatten wir ein Fest. Die Vorteile des Brunnens gehen weit über das Trinken und Kochen hinaus. Jetzt kann ich die Kleider meiner Kinder regelmässig waschen. Ich habe sogar Zeit, um mit meinen Kindern zu spielen. Ich hoffe, dass auch unsere Nachbardörfer solche Brunnen erhalten.»

 

Weitere gute Nachrichten: Das erste Frachtschiff seit Monaten mit Getreide aus der Ukraine ist am Horn von Afrika angekommen: Erstes Getreide-Schiff aus Ukraine eingetroffen (nzz.ch)

 

 

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Bild: AVC

WIE DER BRUNNENBAU DEN MENSCHEN HILFT:

  • Das Wasser ist direkt im Dorf, sie müssen nicht mehr stundenlang laufen

  • Das Wasser ist sicher und sauber, während oberirdische Quellen austrocknen oder verschmutzt sind

  • Frauen haben mehr Zeit für ihre Kinder

  • Mädchen haben Zeit, einer Ausbildung nachzugehen

  • Die Gesundheit im Dorf verbessert sich merklich

  • Die Menschen beginnen von selbst, mehr auf ihre Hygiene zu achten,
    z. B. durch Latrinenbau

Flyer zur Sammlung

Link zum Flyer der Hoffnungsnetzsammlung Ostafrika