DEFR

Wasserversorgung

Wasser im Dorf

 

Dürre in Ostafrika. Tausende von Menschen verloren ihren Viehbestand. Sie müssen immer weitere Strecken zu den noch vorhandenen Wasserstellen zurücklegen. Viele leiden an gesundheitlichen Beschwerden, schaffen den Alltag nur mit größter Mühe. 

 

Das Hoffnungsnetz hat im Süden Äthiopiens geholfen: durch den Bau von Wasserbrunnen und Schulungen in Hygiene- und Gesundheitsfragen. Ein Brunnen versorgt ein ganzes Dorf, also rund 120 Haushalte, mit Wasser. Die fertiggestellten Brunnen in mehreren Regionen bedeuten nachhaltige Hilfe.


Liban Jarso berichtet: Seit mehreren Jahren hatte unser Dorf mit einer schweren Wasserkrise zu kämpfen. Das wirkte sich auf jeden Bereich unseres Lebens aus. Für mich als Hausfrau und meine Familie war diese Krise erschütternd. Täglich musste ich 12 bis 14 Kilometer zu Fuss zurücklegen, um Wasser zu holen. Was ich in unserem 20-Liter-Kanistern nach Hause bringen konnte, reichte nicht aus für die Familie. Die einzige Wasserquelle war von morgens bis spät in die Nacht mit Frauen überfüllt. Die Dürre zerstörte den Viehbestand meines Mannes. Das ständige Tragen der Kanister verursachte chronische Rückenschmerzen. Einige meiner Kinder mussten die Schule abbrechen, um im Haushalt zu helfen.


Dank dem Hoffnungsnetz haben wir jetzt eine einfache Wasserpumpe in unserer Kirche. Die Kinder können wieder in die Schule. Mein Mann kann sich wieder um seine Herde kümmern. Die finanzielle Situation unserer Familie stabilisiert sich. Das saubere Trinkwasser hat die Gesundheit meiner Kinder deutlich verbessert und die Zahl der Durchfallerkrankungen verringert.