SYRIEN
NAHRUNG UND NOTHILFE
Nach über 14 Jahren Bürgerkrieg und dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 erlangten islamistische Rebellen die Macht. Trotz höherer Versprechen zahlte die neue Regierung zunächst keine Nachteile und entliess zahlreiche Beschäftigte wegen angeblicher Zusammenarbeit mit der Vorgängerregierung.
Die Gewalt eskalierte erneut. Besonders betroffen waren Minderheiten wie Alawiten, Drusen, Christen und Kurden. So kam es 2025 in West- und Südsyrien erneut zu Angriffen, Vertreibungen und schweren Zerstörungen. Allein in Südsyrien wurden im Juli 2025 infolge der Gewalt in Swaida fast 93.000 Menschen neu innerhalb des Landes vertrieben. Syrienweit lebt 2025 weiterhin rund 7,4 Millionen Binnenvertriebene. Im März wurden 1.500 Alawiten ermordet, im April griffen sunnitische radikale drusische Vororte von Damaskus an. Im Juni wurde erstmals seit über einem Jahrzehnt eine Kirche in Damaskus bombardiert. Im Juli folgte eine weitreichende Gewaltwelle gegen die Drusen in ihrer Heimatprovinz Swaida im Süden, begleitet von Massakern unter Beteiligung von Regierungsstruppen. Seitdem ist Swaida von Regierungseinheiten belagert. Tausende Menschen wurden zur Flucht gezwungen. Lebenswichtige Güter wie Mehl und Benzin sind rar. Deren Preise stiegen im ganzen Land stark an.
NAHRUNG UND NOTHILFE
HMK engagierte sich während der vergangenen Jahre in Syrien, unter anderem auch im Rahmen von zwei Hoffnungsnetzprojekten. 2025 wurden im Rahmen eines neuen Hoffnungsnetz-Projektes erstmals etablierte Kontakte und lokale Partner unter den Kurden im Norden unterstützt. 1.695 Haushalte mit 4-5 Personen pro Haushalt wurden mit Lebensmitteln, 300 Familien mit Hygieneprodukten und 200 Familien mit Winterhilfe versorgt (insgesamt ca. 9.000 Personen). Die Begünstigten sind Kurden und Angehörige anderer Minderheiten auf der Flucht. Der finanzielle Aufwand für die Versorgung der kriegsbetroffenen Haushalte betrug CHF 76 624. Die Situation ist allgemein ungewiss. Weitere Möglichkeiten zur Hilfe, überwiegend Überlebenshilfe, sind jedoch vorhanden.
NAHRUNG UND MEDIZINISCHE HILFE IN DER FLÜCHTLINGSKRISE
In Kobane leistete AVC Father's Heart rasche Nothilfe für geflüchtete Familien. Dank der Infrastruktur konnte nach der Ankunft der ersten Flüchtlinge ab dem 24. Dezember 2024 bereits die Lebensmittelverteilung gestartet und medizinische Hilfe angeboten werden. Nach einer vorübergehenden Unterbrechung infolge lokaler Spannungen konnten die Aktivitäten auf vertraglicher Grundlage mit der Stadtverwaltung wieder aufgenommen und aufgebaut werden. Auch die Bäckerei nahm ihre Arbeit wieder auf.
Die Unterstützung umfasst Brot, Lebensmittelrationen, Hygieneartikel sowie nach Bedarf Windeln und Babymilchpulver. Außerdem ist unsere mobile Klinik, nach Monaten medizinischer Einsätze in einem Umkreis von 25 km rund um Kobane, jetzt wieder stationär in der Stadt. Das Personal küm-mert sich täglich um eine Vielzahl von Patienten, überwiegend Frauen, Kinder und alte Menschen.
AVC Father's Heart hilft Menschen in Not, unabhängig vom politischen, religiösen, sozialen oder ethnischen Hintergrund. Zunächst wurden 170 Familien, außerdem rund 500 bis 550 Personen erreicht. Inzwischen erhalten 265 Familien mit rund 1 300 bis 1 400 Personen Unterstützung; Eine Ausbildung auf 500 Familien ist vorgesehen.
BITTE SPENDEN SIE JETZT.
Das Engagement in Syrien ist und bleibt vorderhand aktuell. Mit einem besonderen Herz für die Menschen in Syrien können Sie sich zweckbestimmt für sie engagieren.
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